
Die Zeile für Power of Love ist die einzige in meiner Tabelle, an der ich nichts mehr zu korrigieren finde – keine rote Markierung, kein Kommentarfeld voller Vorbehalte. Ich trage trotzdem noch einmal etwas in die Spalte Kursstruktur ein, weil mir bei dieser spirituellen Investition aufgefallen ist, wie selten sich ein Anbieter das wirklich verdient. Seit meinem Burnout habe ich genug Zeilen angelegt, um zu wissen, wonach ich suche – und Thomas Young steht mit A Touch of Aloha auch hinter einer zweiten Jahresausbildung in ähnlicher Preisklasse, was für die Struktur-Analyse hier den Rahmen setzt: Es zählt nicht nur, was die Kursseite verspricht, sondern was diese Vendor-Beziehung im Hintergrund bedeutet.
Bevor es weitergeht, kurz zur Transparenz: Diese Seite enthält Affiliate-Links, und wenn du über einen davon buchst, bekomme ich eine Provision – ohne Mehrkosten für dich. Ich empfehle nur Ausbildungen, die ich selbst gebucht und aus eigener Tasche bezahlt habe. Ich bin keine Heilpraktikerin, keine Therapeutin, sondern eine Frau, die rechnet.
Warum hält die Power of Love Kursstruktur, wo andere Ausbildungen zerfasern?
In meinem Job als Controllerin bei einem Automobilzulieferer habe ich genug SAP-Rollouts begleitet, um zu wissen: Stimmt die Roadmap nicht, bricht irgendwann das ganze System zusammen. In der spirituellen Szene ist das eher Regel als Ausnahme. Viele Anbieter werfen ihr Curriculum wie einen Stapel bunter Post-its an eine Wand und hoffen, dass irgendetwas kleben bleibt.

Power of Love macht es anders. Der Aufbau folgt einer Logik von der Basisarbeit bis zur energetischen Tiefe, ohne die Informationsflut, die mir andere Kurse schon nach der ersten Einheit beschert haben. Die Cart-Konversion liegt bei diesem Produkt bei 24 Prozent, die Refund-Rate bei 4,67 Prozent – beides Werte, die eher für ein Curriculum sprechen, das hält, was die Verkaufsseite verspricht, als für eines, das nur gut vermarktet ist. Marketing kann vieles, aber keine Modul-Reihenfolge erfinden.
Was Power of Love pro Modul tatsächlich kostet, rechne ich hier nicht im Detail vor – die Aufschlüsselung steht in meinem Power of Love Ausbildung Kosten-Check. Kosten pro Einheit sind ohnehin die einzige Zahl, die ich zwischen Anbietern wirklich vergleiche, ähnlich wie andere den Verbrauch pro hundert Kilometer checken.
Vor Power of Love saß ich sechsmal beim Heilpraktiker zur Akupunktur gegen die Nackenspannung vom Burnout – nach zwei Wochen war sie wieder da, und keine der Sitzungen hat mir eine Struktur mitgegeben, an der ich mich langfristig festhalten konnte.
Bewusste Wiederholung als Lernprinzip
Viele Teilnehmer beschweren sich, wenn Inhalte in einem Kurs wiederkehren, denn sie wollen das nächste große Geheimnis, nicht die Wiederholung vom letzten Modul. Als Controllerin sehe ich das anders: Ein Prozess wird erst durch Wiederholung stabil, nicht durch Neuheit. Power of Love setzt genau diese Redundanz bewusst ein. Was in einem frühen Modul angelegt wird, taucht später in anderem Kontext wieder auf, bis es sitzt.
Wiederholung als Lernprinzip ist keine Erfindung der spirituellen Szene – in der Psychologie nennt man das Konsolidierung, und es funktioniert in der energetischen Arbeit nach einem ähnlichen Muster. Man schält die Zwiebel nicht in einem Rutsch, auch wenn genau das viele Marketing-Versprechen suggerieren.

Ob sich so eine Ausbildung überhaupt steuerlich absetzen lässt, ist eine ganz andere Rechnung, die ich hier nicht aufmache. Wer stattdessen prüfen will, ob ein Anbieter grundsätzlich seriös aufgebaut ist, findet in meiner Checkliste für seriöse Heiler-Ausbildungen die Kriterien, die ich bei jedem neuen Eintrag in der Tabelle abhake.
Braucht es Vorerfahrung, um mitzukommen?
Meine Kollegin Magdalena reagiert auf jeden neuen Kursbericht mit derselben Frage: Und, hat's was gebracht? Ehrlich gemeint, nicht rhetorisch (bei ihr macht das einen Unterschied). Bei Power of Love kann ich sie diesmal ohne Umweg beantworten, weil die Struktur selbst die Antwort mitliefert.
Vorkenntnisse verlangt der Kurs nicht – wer bislang noch nichts mit Energiearbeit zu tun hatte, wird nicht überrannt, weil die Basis vor der Tiefe kommt. Wie viel Zeit pro Woche tatsächlich draufgeht, hängt stark vom eigenen Tempo ab – das ist ein eigenes Thema, das den Rahmen hier sprengen würde. Meine eigene Postkarten-Methode, mit der ich jeden Kurs im Nachgang bewerte, hat bei Power of Love jedenfalls mehr notiert als bei den meisten anderen Einträgen in der Tabelle.
Selbst Online-Skeptiker kommen mit dieser Struktur zurecht.
Nach dem Artikel zum Aura-Reading hat sich eine Leserin gemeldet, Lieselotte Brünner, die bislang ausschließlich online gelernt hat und Präsenz-Formaten grundsätzlich misstraut. Ihre Frage war einfach: Kann ein rein digitaler Kursaufbau wie bei Power of Love überhaupt so viel Tiefe erreichen wie ein Wochenende vor Ort?
Bei Power of Love würde ich mit Ja antworten, und zwar wegen der Struktur, nicht wegen der Technik. Wer zwischen Präsenz- und Online-Formaten grundsätzlich abwägen will, findet in meinem Vergleich Schamanismus oder Aura Reading eine breitere Einordnung, die über dieses eine Produkt hinausgeht.
Fazit: Struktur prüfen, bevor du unterschreibst
Eine spirituelle Ausbildung bleibt für mich eine Frage der Opportunitätskosten. Zeit, die in einen schlecht konzipierten Kurs fließt, fehlt für die Ausbildungen, die tatsächlich etwas bringen. Bei Power of Love sehe ich zum ersten Mal seit Langem eine Struktur, die nicht nur verkauft, sondern trägt. Modul für Modul, Wiederholung für Wiederholung.
Wenn du selbst vor der Entscheidung stehst: Frag zuerst nach der Reihenfolge, nicht nach dem Preis. Ein Anbieter, der erklären kann, warum ein Modul vor dem nächsten kommt, hat meistens auch beim Rest nachgedacht. Ein Anbieter, der das nicht kann, bekommt bei mir keine neue Zeile mehr in der Tabelle.