
Eintrag Nummer 25 in meiner Excel-Tabelle kostet mehr als jeder andere Posten des Jahres. Zweitausendachthundertfünfundsechzig Dollar, umgerechnet knapp 2.650 Euro, sind für die Schamanismus-Jahresausbildung A Touch of Aloha von Thomas Young von meinem Konto abgebucht. Emil, mein Border-Collie-Mix, hat von der Summe nichts mitbekommen. Dieser Erfahrungsbericht ist mein Update zu genau dieser Zeile, mit Zahlen, nicht mit Schwärmerei.
Kurz zur Transparenz, bevor es weitergeht: Diese Seite enthält Affiliate-Links, und wenn du darüber buchst, bekomme ich eine Provision — ohne Mehrkosten für dich. Ich bespreche hier ausschließlich Ausbildungen, die ich selbst gebucht und mit eigenem Geld bezahlt habe, mittlerweile über 6.200 Euro insgesamt. Wichtig direkt am Anfang: A Touch of Aloha und das weiter unten erwähnte Power of Love stammen vom selben Anbieter, Thomas Young — diese Vendor-Beziehung gehört an den Anfang des Artikels, nicht ins Kleingedruckte. Bist du gesundheitlich oder psychisch belastet, ist dein Hausarzt oder ein approbierter Psychotherapeut die richtige Adresse, kein Online-Kurs.
Die Kalkulation: Was zwölf Monate Aloha wirklich kosten
Vorsichtig bin ich seit letztem Jahr, nachdem 3.400 Euro in eine Aura-Reading-Ausbildung geflossen sind, die ich nach drei Monaten wegen völliger Inhaltsleere abgebrochen habe. Bei A Touch of Aloha, das seit dem 12. Februar 2026 auf dem Markt ist, habe ich deshalb genauer hingeschaut als sonst. Thomas Young ist seit über 20 Jahren als Autor im Geschäft (nicht irgendein Coach mit sechs Monaten Erfahrung im Nacken) — das senkt zumindest das Risiko eines Totalausfalls. Die Refund-Rate liegt bei 4,37 Prozent, für den High-Ticket-Bereich ein auffällig niedriger Wert. Ein Schönheitsfehler bleibt in der Tabelle: Die Popularity liegt aktuell nur bei 11 Prozent, das Produkt läuft also noch nicht auf Volumen.
Intern vergleiche ich das mit Power of Love, dem zweiten Programm desselben Vendors. Preislich liegt es noch etwas höher, dafür holt es mit 24 Prozent die stärkste Cart-Konversion der drei Produkte, die ich aktuell in meiner Tabelle führe. Ausschlaggebend war für mich trotzdem die inhaltliche Ausrichtung auf Schamanismus und die Huna-Lehre, nicht die Konversionsrate. Breche ich die Gesamtkosten auf zwölf Monatsmodule herunter — ohne Zusatzkosten für Material oder Reiseaufwand mitzurechnen —, komme ich auf rund 220 Euro pro Modul. Winfried aus meiner Selbsthilfegruppe hätte an dieser Stelle sofort nachgehakt, ob da die Ratenzahlungsgebühr mit drinsteckt. Ehrliche Antwort: nein, das ist die reine Modulrechnung. Ob sich der Kurspreis am Ende steuerlich absetzen lässt, klammere ich hier komplett aus — dazu habe ich einen eigenen Artikel geschrieben.

Erfüllt die Didaktik, was das Aloha-Marketing verspricht?
Gestartet ist der Kurs am 19. April 2026. Während andere vielleicht mit Räucherstäbchen vor dem Bildschirm sitzen, sitze ich mit Notizblock und einer Tasse Kaffee da. Die Didaktik ist sauber aufbereitet: Es geht um Mana-Energie, die sieben Huna-Prinzipien und Techniken zur Herz-Resonanz, aufgeteilt in klare Module, die sich wie ein Projekt im SAP abarbeiten lassen — kein Nebel, kein diffuses Gefühl, dem man einfach vertrauen soll.
Ein kritischer Punkt bleibt aber: Weil das Programm erst seit Februar 2026 läuft, fehlen die Langzeiterfahrungen kompletter Jahrgänge komplett — wir sind quasi die Beta-Kohorte 2026. Wer generell prüfen will, wie man Qualität bei einer Heiler Ausbildung online einschätzt, findet dort die Kriterien, die ich auch hier angelegt habe. Wie viel Zeit so ein Jahresprogramm realistisch frisst, behandle ich separat in einem eigenen Zeitaufwand-Check für spirituelle Ausbildungen — hier nur so viel: Es ist kein Wochenend-Hobby.
Für A Touch of Aloha liegen inzwischen drei gefüllte Karten in meiner Blechdose. Wie genau diese Postkarten-Methode funktioniert und ab wann eine Karte als „leer" gilt, erkläre ich ausführlich in einem anderen Artikel — hier nur das Ergebnis: Bei Aloha ist bisher jede Karte voll geworden.
Wer sich unsicher ist, ob die volle Jahresausbildung das Richtige ist, findet in meinem Preis-Leistungs-Check für Anfänger weitere Einordnung. Vorkenntnisse verlangt das Programm laut Kursbeschreibung keine — wer das grundsätzlich für energetische Arbeit klären will, dem hilft mein separater Kaufratgeber zu Vorkenntnissen mehr als dieser Absatz hier.

Aloha und Power of Love: Zwei Preisschilder von Thomas Young
Beide Kurse stammen von Thomas Young, entsprechend ähnlich ist die methodische Handschrift. Wer eher an emotionaler Heilung und Beziehungsdynamiken interessiert ist, sollte sich stattdessen die Erfahrungen zu Power of Love ansehen, dort liegt der Fokus spürbar anders. Aloha ist für mich die technischere, schamanische Variante — es geht mehr um die Arbeit mit dem Feld und der eigenen Schöpferkraft als um Beziehungsarbeit. Wer grundsätzlich zwischen Schamanismus- und Aura-Reading-Formaten abwägt, für den habe ich einen separaten Format-Vergleich geschrieben, der genau diese Entscheidung durchrechnet.
Positiv fällt die didaktische Qualität ins Gewicht, dazu die jahrzehntelange Erfahrung des Mentors mit dem Format. Negativ schlägt die hohe Einstiegshürde durch den Preis zu Buche, auch wenn Ratenzahlung die Sache abfedert. Mein Zwischenfazit nach den ersten Wochen: Bisher kein Leerkauf wie die Aura-Ausbildung im Vorjahr, und das ist für mich schon die halbe Miete.
Woche vier: Der Kaffee schmeckte wieder nach etwas
Vor Aloha hatte ich schon einiges probiert, was nicht getragen hat. Ein Wochenendseminar Stress-Reset meiner Betriebskrankenkasse zum Beispiel, ich habe brav das Zertifikat entgegengenommen und es in eine Schreibtischschublade gelegt, wo es vermutlich heute noch liegt (neben zwei, drei anderen Zertifikaten, an die ich mich nicht mal mehr im Detail erinnere). Verändert hat sich dadurch nichts, außer dass ich einen Aktenordner mehr besitze.
Zeile für Woche vier in meiner Tabelle: Kaffee in der Mittagspause hat auf einmal wieder nach etwas geschmeckt. Kein kosmischer Moment — nur eine schlichte Beobachtung, die ich trotzdem notiert habe, weil sie neu war und weil ich in den Wochen davor offenbar öfter durch die Gegend gelaufen bin, ohne wirklich zu schmecken, was ich trinke.
Mein Urteil als Controllerin
Ende Mai 2026 schreiben wir gerade, die ersten sechs Wochen des Programms liegen hinter mir. Die Abbuchung schmerzt auf dem Kontoauszug noch immer ein bisschen, aber die Postkarten in der Blechdose füllen sich mit echtem Inhalt statt mit Marketing-Floskeln. Für schnelle Erlösung ist das nichts — eher ein Werkzeugkasten für Leute, die selbst Verantwortung übernehmen wollen.
Bringst du die Disziplin auf, dich nicht von Marketing-Versprechen blenden zu lassen, sondern die Module tatsächlich durchzuarbeiten, gehört A Touch of Aloha für mich zu den wenigen hochpreisigen Ausbildungen in Deutschland, die ihre Daseinsberechtigung haben. Meine Tabelle bleibt offen, ein Update nach dem ersten Halbjahr folgt, sobald sich zeigt, ob der Break-Even der Zufriedenheit erreicht ist. Jetzt geht es erst mal mit Emil über den Augsburger Stadtmarkt an der Annastraße — Erdung, die nichts kostet außer der Zeit für den Umweg.