
Gestern Abend, als Emil – mein Border-Collie-Mix – bereits den dritten Traum des Abends lautstark verarbeitete, saß ich vor Zeile 24 meiner Excel-Tabelle. Es ist Mitte Juni 2026, draußen in der Augsburger Innenstadt ist es drückend warm, und ich habe gerade den Rechnungsbeleg für mein letztes Auffrischungsmodul abgeheftet. Zeile 24 ist ein Dauerbrenner in meiner Liste: A Touch of Aloha. Damals, Ende 2024, war es mein erster Versuch, nach dem finanziellen Totalschaden einer Aura-Reading-Ausbildung für rund dreitausendvierhundert Euro wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Heute, anderthalb Jahre später, schaue ich mir an, ob die Kalkulation von damals noch hält.
Huna-Prinzipien und die Quartalsbilanz der Seele
Ich bin Controllerin. Ich rechne. Das ist mein Job seit 18 Jahren im selben Automobilzulieferer, und das ist mein Überlebensmodus seit meinem Burnout im Herbst 2022. Nach dem SAP-Rollout-Projekt damals ging nichts mehr – vier Monate Krankschreibung, klassische Verhaltenstherapie (die absolut notwendig war, aber eben nicht alles abdeckte). Wenn ich heute Geld in Energiearbeit investiere, dann erwarte ich eine saubere Struktur. Huna, das hawaiianische Schamanentum, kommt mir da sehr entgegen. Es ist fast schon modular aufgebaut. Es gibt sieben Prinzipien, die so klar definiert sind wie eine Kostenstellenrechnung.
Das Prinzip Ike besagt: Die Welt ist so, wie du sie denkst. In meinem Arbeitsalltag bedeutet das: Wenn ich das Quartalsmeeting als Schlachtfeld plane, wird es eine Schlacht. Wenn ich es als Datentransfer sehe, wird es ein Datentransfer. Bei A Touch of Aloha wird dieses Wissen nicht in weichgespülten Mantren serviert, sondern in Techniken, die man direkt im Konferenzraum anwenden kann. Das Basis-Seminar kostet aktuell etwa vierhundertzwanzig Euro für vierzehn Netto-Unterrichtsstunden. Das macht einen Stundensatz von dreißig Euro. Zum Vergleich: Eine Stunde bei einem spezialisierten IT-Berater kostet uns im Unternehmen das Fünffache, und da bekomme ich meistens nur Fehlermeldungen.

Der Preis-Check: Was kosten 14 Stunden Hawaii im Allgäu wirklich?
Wenn man sich auf dem Markt für spirituelle Ausbildungen umschaut, verliert man schnell den Überblick über die Angemessenheit von Preisen. Ich habe inzwischen sechstausendzweihundert Euro in meine Heilung investiert. Ein Großteil davon floss in Kurse, die ich heute als „strukturell überteuert“ abschreiben müsste. Wer sich fragt, wie man seriöse Angebote von Marketing-Blasen unterscheidet, sollte einen Blick auf die Preise für Heiler Ausbildungen werfen, wo ich die Marktüblichkeit mal genauer aufgeschlüsselt habe.
Bei A Touch of Aloha zahlt man für ein Wochenende im Allgäu einen Preis, der die Raummiete, die Expertise und die Unterlagen fair abbildet. Es gab keine versteckten Kostenstellen. Keine „obligatorischen“ Zusatz-Kristalle für achtzig Euro, kein Upselling auf eine Masterclass noch vor der Mittagspause am Samstag. Das ist selten. Meistens ist die erste Stufe nur der Köder. Hier hatte ich das Gefühl, ein abgeschlossenes Produkt zu kaufen. Die Trainerin leitete die Gruppe mit einer Disziplin, die ich mir in manchen Projektmeetings wünschen würde – pünktlicher Start, klare Pausenzeiten, keine ausufernden Monologe von Teilnehmern, die ihre gesamte Kindheit ungefiltert über der Gruppe auskippen wollen.
Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Schamanische Arbeit kann tief gehen. Ich nutze diese Techniken als Ergänzung zu meiner mentalen Gesundheitspflege. Wer jedoch tiefgreifende psychische Probleme hat, sollte sich immer an einen approbierten Psychotherapeuten oder seinen Hausarzt wenden. Ein Wochenende im Allgäu ersetzt keine medizinische Behandlung, es erweitert lediglich den Werkzeugkasten für den Alltag.
Warum Struktur beim Schamanismus kein Widerspruch ist
Viele Menschen denken bei Energiearbeit an Räucherstäbchen und unklare Zeitpläne. A Touch of Aloha bricht dieses Klischee. Wir lernten Piko-Piko-Atmen (eine Technik zur Zentrierung) und das Kala-Prinzip (Lösen von Blockaden). Für mich als Controllerin ist Kala wie ein Storno-Lauf im System: Man schaut, wo eine Buchung falsch gelaufen ist, und korrigiert sie energetisch. Das klingt trocken? Vielleicht. Aber es funktioniert für mich besser als jedes vage „Lass einfach los“.
Ich habe im Laufe der letzten zwei Jahre gelernt, dass die Qualität einer Ausbildung oft an der Didaktik hängt. Es bringt mir nichts, wenn ein Guru vorne sitzt und von seinen Visionen erzählt, während ich nicht weiß, wie ich die Übung am Montagvormittag allein zu Hause nachmachen soll. Ein gutes Beispiel für einen sinnvollen Aufbau habe ich auch bei anderen Anbietern gefunden; ich erinnere mich da an eine Notiz in meiner Tabelle zur Power of Love Kursstruktur, die ebenfalls zeigt, dass man Spiritualität logisch vermitteln kann, ohne dass der Zauber verloren geht.

Die Postkarten-Prüfung: Sechs Wochen nach dem Seminar
Meine Blechdose im Regal ist mein wichtigstes Kontrollinstrument. Jedes Mal, wenn ich ein Seminar besuche, schreibe ich danach auf eine Postkarte, was wirklich hängengeblieben ist. Keine Theorie, nur Praxiswert. Nach sechs Wochen ziehe ich die Karte. Wenn sie sich leer anfühlt oder ich die Techniken im Alltag längst vergessen habe, fliegt der Kurs aus der Excel-Liste der „aktiven Assets“. Von meinen bisher dreiundzwanzig Einträgen haben es nur sechs dauerhaft in die Dose geschafft. Siebzehn Karten sind im Altpapier gelandet – meistens nach Ausbildungen, die über dreitausend Euro gekostet haben und nur aus heißer Luft und Yogapant-Uniformen bestanden.
Die Karte von A Touch of Aloha liegt seit über einem Jahr ganz oben. Darauf steht: Kala – Spannungen im Kiefer lösen während der Budgetverhandlung. Mana – Energie ziehen, wenn der Akku bei 5 Prozent ist. Das sind handfeste Ergebnisse. Ich habe damals auch eine Aura Ausbildung Kosten-Checkliste erstellt, um solche Investitionen besser planen zu können, denn gerade bei Preisen jenseits der Tausender-Marke wird die Luft oft dünn, was den tatsächlichen Nutzen angeht.
Was ich an Aloha schätze: Es ist unaufgeregt. Es gibt keine Heilsversprechen. Es wird nicht behauptet, dass man nach zwei Tagen alle Probleme der Ahnenreihe gelöst hat. Es ist ein Handwerk. Ein schamanisches Handwerk, das man lernt wie eine neue Software. Man muss sie danach halt auch benutzen, sonst war die Lizenzgebühr umsonst.

Fazit der Controllerin: Investment oder Verlustvortrag?
In meiner persönlichen Bilanz bekommt A Touch of Aloha eine glatte 8 von 10 auf der Empfehlungsskala. Ein Punkt Abzug gibt es für die Akustik im Seminarraum (Allgäuer Landhauswände sind nicht für zwanzig Leute ausgelegt, die gleichzeitig tief atmen), und einen weiteren Punkt Abzug für das Catering, das zwar gesund, aber für meinen Geschmack etwas zu wenig Koffein für einen langen Seminarsamstag bot. Aber rein ökonomisch betrachtet: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist stabil.
Ich bin keine Expertin, ich bin eine Anwenderin. Ich vergleiche Stundenpreise wie andere den Benzinverbrauch ihres Autos. Wer einen soliden Einstieg sucht, ohne direkt einen Kredit aufnehmen zu müssen, ist hier gut aufgehoben. Es ist kein „Schnell-reich-an-Erleuchtung-werden“-System, sondern eine Investition in die eigene Resilienz. Und wie bei jeder Anlage gilt: Das Risiko des Totalverlusts der Kursgebühr trägt man immer selbst, wenn man die Postkarten-Prüfung nach sechs Wochen nicht ernst nimmt. Für mich hat es sich gerechnet. Emil schläft übrigens immer noch – er hat seine ganz eigene Methode zur energetischen Reinigung gefunden: vierzehn Stunden Tiefschlaf pro Tag. Kostenlos, aber für mich leider nicht im Büro umsetzbar.